Sie sind hier

Zahlreiche Explorationsbohrungen nach Öl und Gas in der Nordsee

Auftraggeber: 
Wintershall, DEA, PA Ressources, Hansa Hydrocarbons
Laufzeit: 
seit 2004

Verschiedene Unternehmen erkunden in Teilen der deutschen AWZ der Nordsee sowie in der 12-sm-Zone potenzielle Öl- und Gasvorkommen. Fester Bestandteil dieser Kampagnen sind sog. Explorationsbohrungen über eine Dauer von ca. 3 Monaten, in denen vorübergehend eine Bohrplattform an der jeweiligen Lokation installiert wird.

Die ARSU erstellt für diese Vorhaben regelmäßig die notwendigen naturschutzfachlichen Antragsunterlagen, insbesondere zum Artenschutz sowie – je nach Lage der Lokation – zur FFH-Verträglichkeit.

Im Vordergrund steht dabei die Beurteilung der Auswirkungen auf die zu betrachtenden Arten und Lebensraumtypen unter Berücksichtigung der Wirkfaktoren Unterwasserschall (insbesondere in Bezug auf Schweinswale und Fische), optische Effekte und Hinderniswirkungen, Flächeninanspruchnahme, Einbringung von Bohrklein bzw. aufbereiteter Bohrspülung und Abfackeln von Gas.

Im Laufe der Zeit sind jedoch neue Anforderungen hinzugekommen, u. a. durch die Umsetzung der EU Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, der EU-Offshore-Richtlinie über die Sicherheit von Offshore- Erdöl- und Erdgasaktivitäten und der UVP-Änderungsrichtlinie.

Mit der Änderung der UVP-V Bergbau vom 04.08.2016 sind Explorationsbohrungen im Bereich der Küstengewässer und des Festlandssockels UVP-pflichtig geworden. Sowohl durch die Offshore-Richtlinie als auch durch die Änderung des UVPG sind die Gefahren und möglichen Wirkungen von Unfällen und Katastrophen stärker in den Fokus gerückt und müssen umfassend berücksichtigt werden.

Für aktuell geplante Vorhaben werden für das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren folgende Unterlagen erstellt:

  • UVP-Bericht
  • FFH-Verträglichkeitsstudie
  • Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
  • Fachbeiträge zur Verträglichkeit mit den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie und der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie
  • Fachbeiträge zur Eingriffsregelung und zum gesetzlichen Biotopschutz